Letztlich endete das 2. Spiel der Gerther Oberligamädels mit 34:63. Was auf den ersten Blick wie eine insgesamt deutliche Niederlage aussieht, muss dennoch genauer betrachtet werden, genauer gesagt in 2 Teilen.
Die erste Halbzeit war dabei überhaupt nicht so, wie sich das alle wünschen, die es mit der u12w2 halten: Viele unnötige Ballverluste, kaum Teamplay, ungünstige Entscheidungen mit dem Ball, schlafmützige Defense und zu lasche Reboundarbeit machten einen Gegner stark, bei dem es im ersten Achtel auch noch nicht rund lief. Coach Lars Westerholt schaffte es in dieser Phase nicht, seine Mädels mit den richtigen Worten wieder stark zu machen - auch vom Coach war es eine schwache erste Halbzeit. Und so lagen die GertheGirls zur Halbzeit bereits abgeschlagen bei nur 8 eigenen Punkten zurück. Essen hatte den Basketball gespielt, den wir auch gerne von unseren Ladies gesehen hätten.
Doch dann gelang der u12w2 etwas, von dem sie auch in Zukunft noch profitieren werden: Der Coach fand nun die richtigen Worte und über eine positive Einstellung und Einsatzbereitschaft schafften sie es, ein ganz anderes Gesicht zu zeigen. Und dabei spielten die Essenerinnen, die natürlich ordentlich Selbstbewusstsein getankt hatten, zunächst souverän weiter und es sah nach dem 5. Achtel beim Stand von 41:8 nach einer deutlichen Heimklatsche aus. Doch dieses Mal hielten unsere Mädels dagegen. Juna Hensel warf sich in jeden Rebound und alle verteidigten auf einmal mit Herz. Marlene Pott erzielte dann nach einem Bilderbuchangriff über Mascha Glück einen Korb, der endlich die Köpfe frei machte. Auf einmal lief das Bällchen und die Gertherinnen fegten im 7. Achtel mit 18:2!!! über einen Gegner hinweg, der ansonsten jedes Achtel gewonnen hatte. Aliya Khanchouch traf gar einen Dreier mit Foul. Und auch im letzten Achtel fanden die Würfe ihren Weg in den Korb.
Am Ende war es natürlich zu spät für eine Aufholjagd aber wir alle konnten sehen, dass wir sehr wohl guten und erfolgreichen Basketball spielen und die im Training erarbeiteten Dinge auch im Spiel umsetzen können. Und so war es am Ende zwar eine Niederlage, aber eine, aus der alle eine Mengen lernen können und die einem Hoffnung für das Rückspiel in Essen macht.
