Damen 120.09.2026

Historisches Debüt endet mit Niederlage – TV Gerthe kämpft tapfer

Am Sonntagnachmittag schrieb der TV Gerthe Basketball-Geschichte: Erstmals in der Vereinsgeschichte bestritt die Mannschaft ein Regionalliga-Heimspiel. Im gut geflogen Profina-Dome empfingen die Gertherinnen die DJK Frankenberg aus Aachen – und lieferten dem starken Gegner vor begeisterten Fans einen mutigen Kampf. Am Ende stand eine 54:77-Niederlage, doch der Auftritt machte Mut für die kommenden Aufgaben.

Personell war die Ausgangslage schwierig: Kapitänin Lea Schulte-Göcking fiel krankheitsbedingt aus, ebenso Sanja Krüger. Auch Nadine Hauwe und Anna-Lena Wüllrich waren nach ihren Urlauben angeschlagen. Dazu verletzte sich Julia Heßke im Spielverlauf am Knie – alle Gerther wünschen ihr gute Besserung und hoffen, dass die Verletzung glimpflich verläuft.

Trotz dieser Widrigkeiten zeigten die Gertherinnen von Beginn an ein mutiges Gesicht. Sie hielten den körperlich überlegenen Gästen aus Aachen couragiert die Stirn und agierten im ersten Viertel absolut auf Augenhöhe. Mit einem knappen 18:22-Rückstand ging es in die erste Viertelpause – die Halle bebte.

Zu Beginn des zweiten Viertels gelang dem TV Gerthe sogar der Ausgleich zum 22:22. Die gut gefüllte Halle stand hinter dem Team, die Stimmung war top. Doch dann riss bei den Gastgeberinnen leider der Faden. Die DJK Frankenberg wurde nun körperlicher und zielstrebiger in allen Aktionen, zog unaufhaltsam davon und baute den Vorsprung bis zur Pause auf 24:41 aus.

Heiko Skiba: „Leider konnten wir die sehr gute Anfangsphase nicht ausbauen und mussten Mitte des 2. Viertels abreißen lassen."

Auch das dritte Viertel ging mit 8:17 deutlich an die Gäste, die weiterhin stark verteidigten, klare Vorteile im Rebound hatten und auf alle Gerther Bemühungen eine Antwort parat hielten. Mit 32:58 führte die DJK Frankenberg vor dem Schlussviertel.

Doch Aufgeben ist keine Option für den TV Gerthe: Die Mannschaft kämpfte weiter, blieb mutig und zeigte im Schlussviertel noch einmal ihre ganze Moral. Mit 22:19 gewannen die Gertherinnen das letzte Viertel verdient und setzten ein starkes Ausrufezeichen. Am Ende siegte die DJK Frankenberg verdient mit 77:54.

Heiko Skiba: „Wir wünschen zuerst einmal Julia Heßke gute Besserung, die sich leider am Knie verletzte. Wir hoffen, dass es nicht dramatisch ist. Dann möchte ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen: Wir haben 40 Minuten alles gegeben, haben gekämpft, müssen aber eingestehen, heute verdient verloren zu haben. Nun gilt es, alle Spielerinnen gesund und ins Training zu bekommen, und dann schauen wir auf den nächsten Sonntag, wenn es nach Oberhausen geht, ob wir da den ersten Sieg einfahren können!"
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