Am Samstagabend war es endlich soweit: Zum ersten Mal präsentierten sich die Gerther als 1. Regionalligist vor heimischem Publikum und die rund 120 Zuschauer im Gerthe Dome bekamen direkt einen Basketballabend geboten, der richtig Lust auf die neue Saison machte.
Mit den Hertener Löwen wartete dabei gleich ein starker Gegner. Von Beginn an entwickelte sich ein intensives und ausgeglichenes Spiel, in dem sich beide Mannschaften nichts schenkten. Natürlich war nach der noch kurzen Vorbereitung auf beiden Seiten hier und da etwas Sand im Getriebe, doch Einsatz, Tempo und Intensität stimmten bereits.
Das erste Viertel ging zunächst an die Gäste aus Herten, doch Gerthe fand immer besser ins Spiel und konnte sich bis zur Halbzeit eine Führung erarbeiten. Besonders im dritten Viertel zeigten die Gerther, was in dieser Mannschaft steckt, und bauten den Vorsprung auf 59:52 aus.
Im Schlussviertel spielten die erfahrenen Hertener dann ihre Klasse aus und drehten die Partie mit einem 13:2-Lauf. Doch Gerthe hielt dagegen, kämpfte sich zurück und lag beim 70:67 wieder vorne. Möglichkeiten, das Spiel zu entscheiden, waren da, blieben jedoch ungenutzt. Herten rettete sich in die Verlängerung.
Und aus einer Verlängerung wurden gleich drei.
Sowohl in der ersten als auch in der zweiten Overtime hatten die Gerther den Sieg mehrfach in der Hand. Doch Herten fand immer wieder eine Antwort und erzwang tatsächlich eine weitere Verlängerung. Erst nach drei Overtimes fiel die Entscheidung. In der dritten Verlängerung hatten die Gäste schließlich etwas mehr Spielglück und entschieden einen außergewöhnlichen Basketballabend mit 97:91 für sich.
Das Ergebnis war an diesem Abend allerdings fast Nebensache. Nach gerade einmal einer Woche gemeinsamen Trainings zeigte die Mannschaft bereits, dass sie auf diesem Niveau mithalten kann. Drei Verlängerungen gegen einen erfahrenen Pro B Ligisten, ein Spiel über weite Strecken auf Augenhöhe und mehr als 120 Zuschauer beim ersten Auftritt der neuen Mannschaft: Die Vorfreude auf die Saison dürfte nach diesem Abend nicht kleiner geworden sein. Im Gegenteil.
Heiko Skiba: „Für uns war es nach nur einer Woche Training ein guter erster Test. Nun gilt es, konsequent weiter hart zu arbeiten bis zum Start der Saison.“
Und spätestens nach diesem ersten Vorgeschmack ist klar: Wir haben richtig Bock auf das erste Saisonspiel.


















