Beim Auswärtsspiel in Ennepetal konnten die Gerther Damen mit dem ersten Erfolg gegen eines der Teams aus der oberen Tabellenhälfte auf sich aufmerksam machen. Die Vorzeichen standen günstig. Warmgelaufen haben sich die Damen aus dem Bochumer Norden allein schon durch die Wahl ihres Parkplatzes, empfangen wurden wir mit rhythmischen Trommelspiel und aufgrund der kurzen Vorbereitungszeit – das vorherige Spiel ging in die Verlängerung – konnte eventuelle Nervosität gar nicht erst aufkommen.

Für beide Teams liefen am Sonntagnachmittag zusammen nur 15 Spielerinnen auf das Parkett, was sich gerade in den Schlussminuten als entscheidender Faktor für uns herausstellen sollte. Wir pressten von Beginn an, was mehr oder minder den offensiven Fluss der gegnerischen Offense beeinträchtigte, da die Voerderinnen ihre stärkste Spielerin im Spielaufbau hatten, die gerade in der ersten Halbzeit immer wieder die richtigen Akzente und ihre Mitspielerinnen in Szene setzen konnte. Die anfängliche Mannverteidigung der TG wechselte nach ihrer ersten Auszeit beim Stand von 3:8 für uns  zu einer Zonenverteidigung, weswegen wir am Ende des ersten Viertels etwas unseren Punch in der Offense verloren und mit einem knappen 14:13 Rückstand in die Viertelpause gingen.

Im zweiten Viertel waren wir besser auf die Zonenverteidigung eingestellt und konnten uns geduldig immer wieder freie Abschlüsse im Set-Play erarbeiten, auch wenn wir den Ball im zweiten Viertel schon häufiger zu unseren Innenspielerinnen hätten bringen können. Allerdings konnten wir uns durch eine deutlich verbesserte Leistung in der Defensive immer wieder mit Punkten im Fast-Break belohnen. Ebenfalls schön zu sehen: Bereits in der 15. Spielminute hatte sich jede unserer acht Spielerinnen in die Scoringliste eingetragen. Das starke zweite Viertel brachte uns eine 27:34 Führung zur Halbzeitpause ein.

 

Das dritte Viertel war das schwächste des Abends. Zwar konnten wir uns in Korbnähe Punkte oder aber Freiwürfe erarbeiten, allerdings fand währenddessen kein Wurf von außen sein Ziel. Gepaart mit vielen Ballverlusten im Ballvortrag oder bei Pässen um(!) die Zone herum, brachten wir den Favoriten wieder zurück ins Spiel. Auch in der Defensive vernachlässigten wir die Beinarbeit und Kommunikation und foulten stattdessen den Gegner deutlich zu häufig.

Es spricht aber Bände für den Charakter des Teams in diesem Spiel, dass man es schaffte, das schwache Viertel abzuschütteln und konzentriert die Partie zu Ende zu bringen. Die defensiven Mängel waren wie ausradiert und die Voerderinnen mussten sich jeden Punkt hart erarbeiten. Sie versuchten den Ball regelmäßig in den Post zu bringen, fanden dort in unseren Verteidigerinnen aber ihre Meisterinnen. Offensiv fanden wir eine gute Mischung zwischen ruhigen Passspiel und wilder Entschlossenheit im Zug zum Korb. Hierbei zeichnete sich  vor allem Lea wie schon im gesamten Spiels aus, die ohne Foul durch ihre direkten Gegenspielerinnen kaum zu stoppen war. In der 37. Minute wurde sie von einer der gegnerischen Schlüsselspielerinnen mit ihrem fünften Foul gestoppt. Die verbliebenen sechs Voerderinnen konnten konditionell mit unserer jungen Mannschaft nicht mehr mithalten, sodass wir das bis dahin ausgeglichene Spiel mit einem 13:2 Lauf in den letzten dreieinhalb Minuten für uns entscheiden konnten.

Insgesamt war es ein überraschender, aber nicht minder verdienter Sieg der Gertherinnen, die die richtigen Mittel gegen die Zonenverteidigung der Gastgeberinnen fanden, sich den Sieg aber vor allem durch eine engagierte, geschlossene Defense hart erarbeitet hat. Das dritte Viertel werden wir uns zum Anlass nehmen, um die begangenen Fehler gegen das stärkste Team der Landesliga, unseren Nachbarn aus Langendreer, am Samstag, den 16. Februar um 16:00 Uhr im Schulzentrum nicht zu wiederholen.

TG Voerde vs. TV Gerthe: 52-62 (14-13; 13-21; 16-7; 9-21)

Es spielten:  Cara 7; Ilka 4; Anrica 11; Vivien 2; Lea 18; Lena 4; Vanessa 3; Svenja 14     

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dbb  WBV

 

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