Am Ende nicht unverdient unterlagen wir den Gastgeberinnen aus Kaiserau. In der ersten Halbzeit unterliefen uns zu viele verkehrte Rotationen in der Verteidigung und wir ließen so vermehrt freie Halbdistanzwürfe und Korbleger der Gegner zu. In der zweiten Halbzeit verpassten wir es, trotz insgesamt leicht besserer Spielstruktur den Vorsprung der Hansestädter zu egalisieren.

Wir begannen mit der gewohnten Starting Five und wollten den Gegner mit unserer Presse aus ihrem offensiven Wohlfühlbereich herauslocken. Die Intensität war vorhanden, allerdings verpassten wir es nach gelungener Vorfeldverteidigung die Aufmerksamkeit im Rückfeld auf demselben Level zu halten. So punktete Kaiserau nach teilweise verschlafenen Rotationen vor allem durch erfolgreiche Halbdistanzwürfen. Vorne machte die stark aufspielende Cara auf sich aufmerksam, die sich clever positionierte und im Anschluss immer wieder den Weg zum Korb fand. Nach der ersten Auszeit wechselten wir auf eine  Mannverteidigung, wo Julia ihre Präsenz in der Verteidigung in mehrere Blocks nach gelungener Helpside ummünzte. Auch Vivien fand gut ins Spiel und verwandelte zwei Distanzwürfe knapp innerhalb der Dreipunktelinie. Leider vergaben wir schon im ersten Viertel fünf Freiwürfe, was auch im weiteren Verlauf noch von Bedeutung sein sollte.

Das zweite Viertel war vielleicht unser schwächstes an diesem Abend. Lediglich vier Feldkörbe konnten wir auf der Habenseite verbuchen; einer davon ein spektakulärer Buzzerbeater Leas von der Mittellinie. Defensiv stabilisierten wir uns ein wenig. Lisann machte viele Meter, Vanessa boxte gegen größere Gegnerinnen erfolgreich aus und sicherte so den Rebound. Allerdings ließen wir uns zu häufig durch das einfache Give and Go zwischen Aufbau und Center der Gegner ausspielen.

Eben diese Mängel wurden in der Halbzeit thematisiert, denn der entstandene Rückstand von zehn Punkten schien nicht uneinholbar. Ilka personifizierte den in Team vorhandenen Kampfeswillen, und rüttelte das Team durch aufmunternde Worte auf. Im dritten Viertel müssen wir uns den Vorwurf gefallen lassen, dass wir teilweise zu passiv in der Offense herumstanden und so unsere Mitspielerinnen in Bredouille gebracht haben. Daraus resultierten viele wilde Würfe, die dann konsequenterweise auch ihr Ziel nicht fanden. Wie es auch gehen kann zeigte Lena, die Körbe nach guter Fußarbeit und richtigen Laufwegen nach Penetration von außen erzielte. Beides Trainingsinhalte der letzten Zeit. Defensiv standen wir endlich organisierter und sorgten so dafür, dass auch die Kaiserauerinnen ihrerseits nur zu zwölf Punkten im Viertel kamen.

Die Marschroute für das letzte Viertel war klar. Die Umstellungen zuvor defensiv zeigten Erfolge, offensiv lässt sich fehlende Bewegung im Team relativ einfach abstellen. Wir glaubten an unsere Chance und wollten den gleichgebliebenen Zehnpunkterückstand noch zu unseren Gunsten drehen. Allerdings plätscherte das Spiel in den Minuten 31-33 zu sehr vor sich hin, so dass eine weitere Auszeit die Konsequenz war. Die Umstellung zurück zu unserer Presse beeindruckte die Gastgeber spürbar, wir legten innerhalb von zwei Minuten einen 9-0 Lauf auf das Parkett, wobei Svenja in dieser Periode fünf Punkte markieren konnte und waren bei beim Stand von 47-45 wieder voll im Geschäft. Leider foulte sich unsere an diesem Tag stärkste Spielerin Cara in dieser Zeit durch ihr fünftes Foul heraus. In den folgenden fünf Minuten vergaben wir leider sechs Freiwürfe, was dazu führte, dass sich Kaiserau wieder nach und nach zum abschließenden 57-51 absetzen konnte.

Man merkte einigen Spielerinnen an, dass sie das Pokalspiel inklusive nach teilweisen vier Spielen innerhalb von drei Tagen offensiv nicht mehr den gewohnten Punch entwickelten, einige Laufwege nicht mehr bestritten und im Anschluss unkonzentrierter wurden. Nichtsdestotrotz bin ich wieder zufrieden mit dem Auftreten der Mannschaft. Der ständige Wille, der Bürde des raschen Rückstands entgegenzutreten, bei gleichzeitiger Aufnahmebereitschaft taktische Maßgaben umzusetzen, ist einwandfrei gewesen. Allerdings bin ich der festen Überzeugung, dass wir einiges an spielerischem Potenzial liegen gelassen haben, um das Spiel enger oder zu unseren Gunsten gestalten zu können. Genau daran wird in der kommende Herbstpause im Training zu arbeiten sein.

TVG Kaiserau – TV Gerthe 57:51 (20:14; 13:9; 12:12; 12:16)

Es spielten: Cara 12; Ilka 4; Vivien 4; Lea 6; Lisann; Lena 11; Vanessa; Julia 3; Svenja 11

 

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dbb  WBV

 

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