Ein Duell der besonderen Art konnten die Zuschauer direkt am ersten Spieltag im Schulzentrum bestaunen. Zeitweise standen zehn Jugendspielerinnen auf dem Spielfeld, was zu einem temporeichen und ansehnlichen Spiel führte, das unsere Ladies schlussendlich für sich entscheiden konnten.

Beide Teams spielten durchgängig eine Mannverteidigung, wobei uns die Hagener in der ersten Halbzeit  zusätzlich mit ihrer Pressverteidigung unter Druck setzten. Das führte zwar nicht zu vielen Ballverlusten, störte uns aber merklich, in einen offensiven Fluss zu kommen. So stand es folgerichtig 2:8 nach vier gespielten Minuten und in der ersten Auszeit des Spiels wurde noch einmal an die Prinzipien unseres Press-Breaks erinnert. Danach fingen wir uns offensiv, schafften es aber weiterhin nicht, die starke Penetration aus der 5-Out-Aufstellung der Gegner zu unterbinden. Hagen erspielte sich allein im ersten Viertel so viele Freiwürfe wie wir im kompletten Spiel und ging verdient mit einem 14:20 Vorsprung in die Viertelpause.

Für das zweite Viertel war die Marschroute klar: Kommunikation in der Verteidigung, um rechtzeitig die Penetration der Gegnerinnen durch die Helpside zu unterbinden; offensiv die Courage, bis zum Korb zu ziehen und mehr Bewegung ohne Ball – kann ja nie schaden… Es folgte ein bärenstarkes Viertel unserer Mädels. Aus der Pressverteidigung konnten wir uns ein ums andere Mal gut lösen und leichte Punkte erzielen. Die nachlassenden Kräfte der intensiv verteidigenden Hagener machte ihr Spiel fehleranfälliger, auch weil ihnen ab der Mittellinie willige Verteidigerinnen entgegenstanden. So erspielten wir uns in der 17. Minute die Führung, die wir bis Spielende nicht mehr abgeben sollten und gingen mit 36:33 in die Halbzeitpause.

Im dritten Viertel verteidigten wir weiterhin sehr aufmerksam und ließen nur zehn Punkte der Hagener Gäste zu. Zwar wurde in den ersten vier Minuten zu wenig Druck auf den gegnerischen Korb entwickelt, was sich nach unserer Auszeit aber ändern sollte. Wir kamen insgesamt zu freieren Würfen, da wir uns als Team besser bewegten, die Innenspielerinnen weiterhin stark am Brett arbeiteten und auch Würfe von außen fielen. Dank des 13:4 Laufes nach der Auszeit gingen wir mit einer Neun-Punkte Führung in das Schlussviertel.

Die Hagener hatten bis zum Schlussviertel bei zahlreichen Freiwürfen eine gute Quote von etwa 70 Prozent aufgelegt und rückbetrachtet profitierten wir natürlich auch von den lediglich vier verwandelten Freiwürfen ihrer zehn Versuche. 21 Punkte des Gegners im vierten Viertel waren eindeutig zu viel, allerdings auch ein Zeichen der Qualität der nie aufsteckenden Gegnerinnen, die wieder konsequenter bis zum Korb ziehen konnten. Absolut positiv war die unaufgeregte Art und Weise, in der wir trotz des langsam schwindenden Vorsprungs agierten. Es gab genau einen Angriff, in der die Hagener in Führung hätten gehen können, doch wir verteidigten aufmerksam, eroberten den Ball ohne Wurfversuch des Gegners und sicherten so den Sieg in unserem Auftaktspiel. Ein – wie ich finde – verdienter Teamerfolg unserer Mädels. Schön zu sehen, dass sich die offensive Last auf viele Spielerinnen verteilte.

TV Gerthe vs. TSV Hagen 2: 67:64 (14:20; 22:13; 16:10; 15:21)

Es spielten: Hasret, Cara 8; Ilka 12; Anrica 12; Vivien 2; Lea 10; Lisann; Lena L. 6; Julia 2; Svenja 15; Lena B.      

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dbb  WBV

 

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