Nur vier Spieler der U16 Mannschaft der Saison 17/18, dafür aber zehn letztjährige U14 Spieler begrüßte das neue Trainergespann Tobias Autrum und Jascha Korscheck anfang Juni zum ersten Training des U16-Teams der Saison 18/19. Mit Luca Marchetti konnte ende Juni eine weitere Verstärkung für das Team gewonnen werden, sodass gegenwärtig 15 Spieler im Kader stehen. Die Größe des Kaders bringt den Vorteil mit sich, dass Ausfälle leicht kompensiert werden können. Da sich aber nur 6 Mannschaften in der U16 Kreiliga Bochum/Dortmund gemeldet haben (somit gibt es nur 10 Saisonspiele), kann ein so großer Kader nicht jeden Spieler in Puncto Einsatzzeit gerecht werden. Die Zielsetzung ist deshalb klar definiert: Meister werden, in die Landesliga aufsteigen, sodass nächste Saison gegen mehr und bessere Teams gespielt werden kann.

Im Training wurde von Anfang an viel Wert auf Fitness und auf die Erarbeitung eines neuen Offensiv-Systems gelegt. Dies erwies sich allerdings schwieriger, als vom neuen Coach Korscheck gedacht. Nicht alle Spieler verstanden sofort die Laufwege die nun gefordert sind, sodass das Angriffsspiel im Training sehr chaotisch wirkte. Aber gemäß des lateinischen Sprichworts “Usus est magister optimus“ werden die Laufwege mittlerweile im Training immer besser durchgelaufen.

Ein Faktor den der neu Coach unterschätzt hatte waren die Sommerferien. Die Trainingsbeteiligung sank, aufgrund von Reisen der Spieler, gegen den Wert Null. Dies machte sich dann vor allem in der allgemeinen Fitness des Teams bemerkbar. Das Konditionslevel war vor den Ferien deutlich höher als nach diesen. Nichts desto trotz wurden Vorbereitungsspiele gegen Teams aus der Landesliga organisiert, in welchen die erarbeiteten Systeme in der Praxis gegen (auf den Papier) bessere Mannschaften erprobt werden sollten.

Das erste Vorbereitungsspiel wurde in Oberhausen gegen BC Sterkrade 69 gespielt. Gegen den Oberligaabsteiger konnte genau bis zur 7. Minute spielerisch mitgehalten werden. Die eingeübte Motion funktionierte und das Team hat immer wieder Bugday Alizade in optimale Position auf den linken Flügel in Ballbesitz gebracht. Von dort aus nutzte er sein Missmatch, spielte seinen Gegenspieler im jeden Angriff aus und vollstreckte drei mal kaltblütig. Die Defensive stand zu dem Zeitpunkt stabil, sodass der Landesligist nach sieben Minuten nur 9-7 in Front lag. Die ersten Wechsel des TV Gerthe brachten allerdings einen gewaltigen Bruch ins Spiel. Die Offensivstrategie geriet ins stocken und defensiv wurde nicht ausreichend gearbeitet. Sodass auch die zweite Auszeit im ersten Viertel den 15-0 Run der Gastgeber in den letzten drei Minuten nicht verhindern konnte. Nach diesen Run erholten sich die Gäste nicht mehr. Es gab zwar immer mal wieder Phasen, in welche einzelne Spieler, wie Patrik Sommerfeld (Ende 3.Viertel: 5 Punkte) oder Philippe Landwehr (Ende 4.Viertel: 5 Punkte), von TV Gerthe heiß liefen, allerdings konnte dies auch nichts mehr an den verdienten Sieg der Sterkrader Basketballer etwas ändern.

Eine Woche nach dem ersten Vorbereitungsspiel reiste dann das Team gen Ostwalen nach Soest. Auch der BC Soest spielt nächstes Jahr in der U16 Landesliga Basketball und war dementsprechend der Favorit für das Testspiel. In diesen Spiel wollte Coach Korscheck einige Sachen ausprobieren. Zum einen stellte er Philippe Landwehr auf den Flügel auf und des weiteren sollte Hassan Hammo als Ersatzspieler den startenden Center Ian Wolf entlasten. Auch wurden unter der Woche noch ein weiterer Laufweg eingeübt, sodass Korscheck zuversichtlich ins Spiel ging. Diese Zuversicht verließ ihn aber wieder sehr schnell. Den Tip-Ball konnte Gerthe noch für sich gewinnen, allerdings schenkte man den Ball direkt wieder her, indem ein Pass aus kurzer Distanz nicht gefangen wurde und ins Aus flog. Nach den ersten erfolgreichen Angriff der Soester überraschten diese die Gerther nochmals, indem sie eine Press-Verteidigung spielten. Wodurch Gerthe direkt wieder den Ball verlor und Soest so zu den nächsten einfachen Punkten kam. Nach einer halben Minute Spielzeit im ersten Viertel nahm Korscheck direkt seine erste Auszeit, um sein Team auf die Pressverteidigung einzustellen. Dies gelang nur “semi-optimal“. Zwar ging der Ball kaum im Vorfeld verloren, doch es dauerte zum einen immer sehr lange bis die Gerther das Spielgerät über die Mittellinie transportieren konnten und zum anderen wurde sich falsch bzw. zu spät für die eingeübten System aufgestellt. Sodass der TV Gerthe ihr Spiel aus einen Set-Play nicht organisieren konnte. Das Offensivspiel der Ostwestfalen hingegen erfolgte über drei Systeme, welche diese bis zu Mitte des dritten Viertels souverän herunterspielten und so immer wieder zu Punkten kamen. In Mitte des dritten Viertels

wachten dann die Gäste aus dem Bochumer Ortsteil allmählich etwas auf. Gerthe stellte die Verteidigung um und der Gastgeber tat sich zunehmend schwerer zu punkten. Sodass nach drei Vierteln war aus Gerther Sicht das Spiel zwar gelaufen (Ergebnis: 70-30), aber das Team merkte, dass der Gegner auch nur mit Wasser kochte. Coach Korscheck gab nochmals die Marschroute für das letzte Viertel vor. Der Gegner solle nicht über 90 Punkte kommen. Dies setzte das Team auch prompt in die Tat um. Bei jedem Angriff der Ostwestfalen wurde nun geswitched, die Blöcke der Soester blieben somit wirkungslos. Das Resultat dieser Verteidigung war am Ende zumeist ein verzweifelter Mitteldistanzwurf der Soester, der zumeist ohne Erfolg blieb. In der Offensive der Bochumer lief zumeist etwas über Philippe Landwehr oder über der Kombination Maxim Halander/ Ian Wolf. Während Philippe oft von der Flügelposition zum Korb gezogen und dort im Eins vs. Eins vollstreckte, setzte Maxim auf die Philosophie “warum selber machen wenn ich doch einen Staubsauger unter dem Korb habe“. Des öfteren zog Maxim an seinen Gegenspieler vorbei in die Zone und legte auf seinen Center-Kollegen Ian Wolf ab, dieser ließ sich an dem Tag nicht zweimal bitten und vollstreckte des öfteren unter dem Korb unbedrängt. Durch diesen Mix aus defensiver Arbeit und Zug zum Korb konnte dann sogar das letzte Viertel des zweiten Vorbereitungsspiel mit 12-10 (aus Gerther Sicht) gewonnen werden.

Jascha Korscheck: Diese beiden Testspiele haben uns, trotz der hohen Niederlagen, in vielerlei Hinsicht gut getan. Zum einen haben sie uns gezeigt, das Philippe und Hassan wohl die Positionen tauschen werden. Hassan hat auf der Centerposition bewiesen, dass er Ian Verschnaufspausen verschaffen kann. Hassan hat in gut 10 Minuten Spielzeit einen Top-Job gemacht. Philippe ist es aus den letzten Jahren gewöhnt gewesen, die Anspielstation Nr.1 der Mannschaft zu sein. Allerdings hat er da immer von der Centerposition agiert. Im neuen System hatte er im Spiel gegen Sterkrade Probleme als Center ins Spiel eingebunden zu werden. Deshalb war es ein Versuch ihn gegen Soest auf den Flügel und teilweise auf den Aufbau zu stellen. Die Einbindung ins Spiel gelang so deutlich besser. Des Weiteren haben die Spiele gezeigt, dass auf jeden Fall an den Freiwürfe geübt werden muss. In den beiden Testspielen zusammen wurden nur lausige 9 von 42 Freiwürfe (21,4%) verwandelt. Auch werden wir nochmals das Aufbauspiel und ein Defensivsystem im Training der nächsten Wochen thematisieren, sodass wir am Sonntag den 23.09.2018 besser vorbereitet den U16 Kreisligisten TV Welper im Schulzentrum empfangen und am 03.11.2018 zum Saisonauftakt top vorbereitet sind.

 

Sterkrade 69 – TV Gerthe 88-35

Alizade 12 (2-8), Sommerfeld 9 (1-6), Landwehr 9 (1-5), Marchetti 2, Hilbring 2, Bozdag 1 (1-2), Schütt, Harlander, Wolf, Hammo

 

BC Soest– TV Gerthe 80-42

Wolf 17 (1-4), Landwehr 15 (3-9), Alizade 6 (0-6), Schorr 2, Schütt 2, Hammo (0-2), Menke, Marchetti, Harlander

Datenschutz | Impressum

TV Gerthe 1911 e.V.
Heinrichstraße 44 a
44805 Bochum

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

dbb  WBV

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok