Die Siegesserie des in dieser Saison bisher ungeschlagenen Gerther Mädchenteams ist gerissen. Mit einer deutlichen 89:41-Niederlage kehrten die Gerther U14w-Mädchen gegen den vorherigen Tabellenzweiten Osterather TV am 13. Spieltag zurück. Nach dem 56:28-Erfolg unseres Teams noch im Hinspiel ging mit diesem Ergebnis auch der direkte Vergleich und damit auch die Tabellenführung in der Oberliga verloren. Leider musste das Gerther Team mit denkbar ungünstigen Voraussetzungen zu diesem Topspiel antreten, was das sehr gut besetzte und erfolgreiche Gastgeberteam an diesem Spieltag für sich ausnutzte.  

Aufgrund einer Schulskifreizeitfahrt und eines Auslandsschüleraustausches war im Vorfeld bekannt, dass uns nicht alle Leistungsträgerinnen bei dem terminierten Topspiel zur Verfügung stehen werden. Daher wurde der gastgebende Verein nach Bekanntwerden der Schultermine bereits Mitte Dezember ersucht, das Spiel terminlich vorzuverlegen, wobei wir für jeden Wochenendspieltermin oder einen Termin auch unter der Woche trotz längerer Anfahrt offen waren. Diesem Ansinnen wurde leider trotz aller Versuche vom Osterather TV eine Absage erteilt. In der Woche vor dem Topspiel selbst kam dann noch eine Erkältungswelle hinzu, die ein reguläres Training der zur Verfügung stehenden Spielerinnen in der Woche nicht zuließ. Im Ergebnis war es so, dass wir am 02.02.2019 nur mit einem kleinen 8er Kader mit drei erkennbar noch gesundheitlich angeschlagenen Spielerinnen und noch 2 Newcomern antreten konnten.  

Die Startphase konnten die Gerther Mädchen mit einer 3:0-Führung (3. Spielminute), 5:4-Führung (5. Spielminute) und einem noch knappen 8:12 Rückstand (8. Minute) in diesem schweren und intensiven Spiel offen gestalten. Dann blieb einigen Mädchen bereits die Puste weg, Korbchancen wurden unkonzentriert vergeben, Fehlpässe gespielt. Auch in der Verteidigung agierte man viel zu passiv, zu langsam und mit zu viel Abstand, so dass sich das an diesem Tag leider ungleiche Kräfteverhältnis abzeichnete. Mit einem 11:18-Rückstand ging es in die 1. Viertelpause. Auch mit etwaigen frühzeitig genommenen Auszeiten konnte den Gerther Mädchen keine ausreichende Erholung verschafft werden. Bis zur 13. Minute konnte zwar nochmals der Rückstand auf 15:18 verkürzt werden. Im Fortgang war das Gerther Team jedoch bereits zu weiteren Umstellungen und Wechseln gezwungen und die Gastgeberinnen dominierten im Anschluss die Partie mit enormer Lauf- und Kampfbereitschaft sowie mit Entschlossenheit.

Die intensive und zweikampfstarke Pressverteidigung der Gastgeberinnen forderte auf unserer Seite zunehmend ihren Tribut, als Ballverluste und ungewohnt viele Anspielfehler erzwungen wurden. Hannah und Romina hielten ihr Team zwar noch bis zur Halbzeit mit einem 20:37 Rückstand ergebnismäßig gegen einen sehr ausgeglichenes und qualitativ sehr gutes und vollzählig angetretenes Gastgeberteam im Spiel, aber die Aufgabe wurde zunehmend schwerer.  In der Halbzeitpause wurde versucht, nochmals Impulse zu setzen, auf die Trainingsinhalte hinzuweisen und das Team zu beruhigen. 

Nach einem weiteren Run der Gastgeber und einem Zwischenrückstand von 55:26 in der 27. Spielminute war unser positives Hinspielergebnis trotz aller Gegenwehrversuche egalisiert, die Ordnung ging verloren und insofern schwanden Zuversicht und Mut zusehends.

Die Gastgeber nutzten die Größenverhältnisse unter dem Korb und die weitgehend nur noch recht passive Verteidigung und die Freiräume immer besser aus und brachten ihre bestplatzierten Spielerinnen gekonnt in Szene. Die Gastgeber spielten genau die Stärken aus, die wir im Vorfeld ausgemacht hatten. Die im Training einstudierten Gegenmaßnahmen wurden kaum noch beachtet. Unsere jeweils ballführende Spielerin sah sich im Aufbauspiel bei der Pressverteidigung teilweise 2 bis 3 Gegenspielerinnen ausgesetzt, angesichts der nachlassenden Kräfte der Mitspielerinnen wurden deren Laufwege und Hilfestellungen immer geringer, so dass sich keine oder zu wenig Anspielstationen ergaben. Viele Korbversuche unsererseits wurden zu schnell oder überhastet abgeschlossen. Auch mit einer aggressiveren Gangart der Gastgeber (Foulverhältnis 16 zu 4 zugunsten der Gastgeber bis zum Ende des 3. Viertels) wurde ein Spielfluss und viele Aktionen unserseits unterbunden. Mit einem 63:31 Rückstand ging es dann ins Schlussviertel, zu diesem Zeitpunkt war die Partie und die weitere Richtung frühzeitig auch für den direkten Vergleich zu Gunsten der Gastgeber entschieden. In Kenntnis des sicheren und einfachen Erfolges nutzten die Gastgeberinnen "ihren Lauf und ihre 2.Luft ", während dessen unsere Beine immer schwerer und unsere Aktionen immer unkonzentrierter und fahriger wurden. Positiv war, dass wir uns mit den an diesem Tag möglichen und begrenzten Mitteln in der Defensive noch erwehrten und bis zum Schluss auch noch den Korbabschluss zumindest suchten. Auch unsere Newcomer übernehmen immer mehr Verantwortung und machen Fortschritte. 

Am Ende stand ein auch in dieser Höhe verdienter 89:41-Erfolg der Gastgeber. Glückwunsch an das Team des Osterather TV, die eindeutig bisher unser stärkster Gegner waren. 

"Zu diesem mutmaßlich die Meisterschaft vorentscheidenden Topspiel wären wir gerne im Sinne eines echten sportlichen Wettbewerbs und eines Titelkampfes angemessen mit voller und gesunder Besetzung angetreten, was jedoch leider uns nicht möglich war. Gegen ein spielstarkes und ausgeglichenes besetztes Team aus Osterath mit Größenvorteilen hatte schon das erfolgreiche Hinspiel gezeigt, dass die Spielerinnen unseres Kaders alle in Topform antreten müssen, um ein solches Spiel erfolgreich oder enger zu bestreiten",  resümierte Trainer Stefan Wachholz.  "Ich kann unseren Spielerinnen, die heute zur Verfügung standen und sich in den Dienst des Teams trotz Krankheit bestmöglich gestellt haben, keinen Vorwurf machen. Angesichts des ungleichen Kräfteverhältnisses und des unglücklichen Spielverlaufes war heute leider nicht viel mehr möglich. Allen, die mit uns vor Ort oder von einem anderen Ort im wahrsten Sinne des Wortes "mitgefiebert" haben, trotzdem ein herzliches Dankeschön. Wir sind heute sicherlich alle wahnsinnig enttäuscht und frustriert, nach einer beeindruckenden Siegesserie und dem noch deutlichen Hinspielsieg gehört aber auch der richtige Umgang mit einer solchen Niederlage, gleichsam zum Sport. Das Team hat uns in dieser Saison bisher soviel Freude gemacht, der Stolz über das bisher Erreichte und die Entwicklung dieses Teams überwiegen eindeutig beim TV Gerthe.

Die Stärke und der Zusammenhalt eines Teams bemisst sich auch nicht allein nach Siegen, sondern auch im Umgang mit und das Lernen aus einer Niederlage. Daher müssen wir jetzt jedoch schnell wieder die Köpfe hoch und frei bekommen und uns auf die Fähigkeiten besinnen, die uns bisher stark machen", richtet Coach Stefan Wachholz bereits sein Blick auf die kommenden Aufgaben mit einem dann hoffentlich wieder komplett besetzten und gesunden Kader.

In diesem Sinne: TV Gerthe, let´s go! Was sind wir: Ein Team! 

 

Spielstatistik:

Osterather TV - TV Gerthe U14w   89:41

Viertelergebnisse: 18:11, 19:9, 26:11 und 26:10

Romina (17), Hannah (14), Jana (4), Delila (2), Malaika (2), Paula (2), Mirjana und Enia.

 

 

 

 

 

 

 

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dbb  WBV

 

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