Frohes Neues und herzlich willkommen zur ersten Ausgabe, in diesem Jahr, von „Crunch Time“ ihrem investigativen Basketball-Magazin auf „Max7“!

Die Winterpause ist beendet und wir befinden uns wieder mitten in der Rückrunde.

Genauer gesagt stand das Rückspiel gegen den Tabellenführer „E. TuS Wanne“ an.

Keine einfache Aufgabe, besonders, wenn man rund drei Wochen keinen Ball mehr in der Hand und der ein oder andere, noch immer, mit den Auswirkungen der Feiertags-Fressorgien zu kämpfen hatte.

Auch erinnerten wir uns an die deftige Klatsche der Hinrunde, in eigener Halle (ca. 30 Punkte Differenz).

Doch wir ließen uns nicht beirren!

Während die Hausherren mit, vermutlich wie immer, kompletter und hochmotivierter Mannschaft anrückten, überlegte unsere 5-köpfige Vorhut noch eine Kleinigkeit beim örtlichen Griechen einzunehmen - vor dem Spiel versteht sich.

Zähneknirschend entschieden wir uns dann lieber doch die Sporthalle aufzusuchen, um unser heutiges Team, mit den drei anderen Spielern, zu komplettieren.

In der Umkleide folgte dann der nächste Schock, als „E. TuS“ mit gleich 2 (zwei!) Kästen Bier hereinstürmte.

Traurig und voller Neid blickten wir auf unsere Wasserflaschen. Jedoch ließ uns die Tatsache, dass es sich nicht um „Moritz Fiege“ Bochumer Qualitäts-Bier handelte, sondern bloß um ein drittklassiges Gesöff der Marke „Krombacher“ (noch nie gehört), die Fassung wahren und wir betraten mit erhobenem Haupt das Spielfeld. Sollten sie ruhig ihre Plörre süppeln!

Die Feiertage steckten uns noch in den Knochen. Dies machte sich auch in den ersten Minuten, der Aufwärmphase, klar bemerkbar.

Doch dann erwachte langsam das „alte Feuer“ oder zumindest ein Funken der Hoffnung in uns und wir spielten uns gut, in fremder Halle, ein.

Vielleicht taten wir auch bloß instinktiv das Richtige und bewegten uns einfach mehr, um den sportlich-frischen Temperaturen der Austragungsstätte entgegenzuwirken.

So, genug des Vorgeplänkels: TVG LET'S GO!!

Der obligatorische Sprungball eröffnete das Spiel und wir sicherten uns den Ballbesitz.

Die ersten Minuten waren etwas zaghaft und plätscherten so vor sich hin.

Dies änderte sich jedoch schnell, als die ersten Bälle durch die Reuse fielen.

Von da an entflammte ein Schlagabtausch, welcher auch phasenweise emotional wurde.

Zum Glück hatten wir ein erfahrenes Schiedsrichter-Gespann und einen, wie immer, coolen Coach.

Wir hinkten etwas hinterher, weil wir nicht gleich „aus dem Quark kamen“ oder den Ball verbaselten.

Auch zogen die Center noch nicht so konsequent, wie im späteren Spielverlauf, zum Korb, sondern nahmen die Schüsse direkt.

Diesen ersten Spielabschnitt gaben wir zu einfach aus der Hand und verloren, verdient, 18 : 5.

Nach einem kurzen Weckruf und der darauf folgenden Fehleranalyse startete das Team hochmotiviert ins zweite Viertel.

Voller Tatendrang und fokussiert auf unsere Stärken, wurden unsere Angriffe effektiver und wir belohnten uns selbst, mit einem stetig wachsenden Punktekonto.

Auch unsere Verteidigungsarbeit konnte sich sehen lassen.

Allerdings wurden auch Ton und Umgang auf dem Spielfeld ruppiger und manch ein Spieler (Chris) fing sich ein (technisches) Foul ein.

Unser Einsatz zahlte sich dennoch aus und wir gingen siegreichen (10 : 12) in die Halbzeit.

Halbzeitstand: „E. TuS“ 28 : „TVG“ 17

Noch war alles möglich! Gesammelt und bereit, unsere Marschroute weiter zu verfolgen, ging es in den dritten Spielabschnitt.

Es gelang uns gut an das vergangene Viertel anzuknüpfen, wenn auch leider der Abschluss, hier und da, hakte.

Doch auch der Gegner zog an und setze sich oftmals, mit Distanzwürfen, durch.

Die Körbe fielen auf beiden Seiten, mit einer leichten Dominanz des Gegners.

Trotzdem sollte dieses Viertel, zumindest punktetechnisch, unser stärkstes sein.

Daraus ergab sich folgendes Viertelergebnis: 23 : 18

Das vierte und somit letzte Viertel brach an und wir gaben nochmal alles.

Die Mannschaft blühte richtig auf und zeigte den nötigen Biss, welcher zu Beginn noch etwas misslich war und das obwohl wir auf deutlich weniger Auswechselspieler zurückgreifen mussten!

Es wurden gute Aktionen erkämpft, „Fast Breaks“ erzielt und fleißig zum Korb gezogen. Der gute Spielaufbau und das Miteinander zahlten sich voll aus.

In dieser finalen Phase schwächelte „E. TuS“ ziemlich und lies einiges liegen (nur 7 Punkte).

Nicht auch zuletzt dieser Tatsache geschuldet, entschieden wir das letzte Viertel deutlich für uns, mit 7 : 15.

Endergebnis: „E. TuS“ 58 : „TVG“ 50

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass eine, bis auf auf's erste Viertel, gute und konstante Teamleistung zu einer spannenden Begegnung geführt hat. Wir haben nicht unser Gesicht verloren und uns, rückblickend, deutlich gesteigert. Es ist toll zu sehen was alles möglich ist, wenn wir unser Potential abrufen. Dabei ist es fast schon ärgerlich, dass es uns nicht irgendwie gelungen ist, das Spiel doch noch zu drehen. Wenn wir künftig immer mit dieser Einstellung in Spiele gehen und weiterhin an unseren individuellen Fehlern arbeiten, ist sicher noch viel mehr drin!

Pro:

+ richtige Einstellung: Laufbereitschaft + Kampfgeist + Wille = Erfolg!

+ gutes Miteinander = Spaß am Spiel!

+ über weite Phasen gute „Defence“!

+ 50 Punkte erreicht, darunter 4 Dreier!

Kontra:

- miserable Freiwurfquote: 4 von 11 (36,36%) = unter aller Kanone!

- unnötige Reibereien auf dem Spielfeld (nicht wahr, Chris?)

- pennen in den ersten Minuten

Das Spiel wurde bestritten von:

#7 V. „Iceman“ Adomat (6 P. - 1 Dreier, Freiwürfe: 1 von 2 = 50%), #10 M. „Knaupi“ Knaup (2 P.),

#11 B.-F. „Red Scorpion“ Neubauer (5 P. - 1 Dreier), #12 P. „Slowfeet“ Metzger (7 P. - Freiwürfe: 3 von 8 = 37,50%), #13 C. "Baldrian" Suchland (6 P. - Freiwürfe: 0 von 1 = 0%), #14 M. "The Otter" Bergmann (6 P.), #15 M. „Dr. Dunkenstein“ Wiedelmann (4 P.) & #17 M. „SteinAir“ Steiner (14 P. - 2 Dreier)

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