Einen weiteren Heimsieg landeten die Gerther Herren am Wochenende gegen die abstiegsbedrohte zweite Mannschaft der TuS 59 HammStars. Jedoch taten sich die Gastgeber beim 69:59 (43:28) gegen die ersatzgeschwächten aber aufopferungsvoll kämpfenden Hammer schwerer als erwartet. Doch wie sagte schon der Vorstandschef einer großen Münchner Automobilfirma: "Der Gewinn ist das, was am Ende des Tages zählt."....

Die nur zu acht angereisten Hammer setzten von Beginn an konsequent auf ihre Stärken und zogen immer wieder in die Gerther Zone. Etwas überrascht, dass die zahlenmäßig unterlegenen Gäste hier auf Sieg spielten, zeigten sich die Jungs vom TVG. Nur langsam wurde das System hochgefahren und auf eine stabile Verteidigung gesetzt. So stand es nach dem ersten Viertel 19:20 aus Sicht der Hausherren.

Dass man mit diesem Zwischenstand nicht zufrieden war, zeigten die Gerther dann zu Beginn des zweiten Viertels. In der Verteidigung wurde die Intensität erhöht und das Umschaltspiel wurde erstmalig ins Leben gerufen. Da nun auch gegen die tief stehende Zone des Gegners geduldig gespielt wurde, konnte man sich durch einen 20:4-Lauf auf 39:24 (18. Minute) absetzen. Mit einem 15 Punkte Vorsprung für den TVG ging es zum Pausentee (43:28).

Beruhigende Pausenführung

Und dieser hatte anscheinend beruhigende Wirkung, denn wie schon so oft wurde bei hohen Führungen automatisch in den Beamten-Modus geschaltet. Man versuchte mit wenig Aufwand und möglichst Kräfte schonend das Ergebnis über die Zeit zu bringen. Im dritten Viertel zeigte sich diese Gerther Definition des Mailänder „Catenaccio“ auch sehr erfolgreich und es ging mit 14 Punkte Vorsprung in das letzte Viertel (61:47).

Im vierten Viertel passierte erstmal nicht viel...und zum Leidwesen aller blieb das auch so. Hamm kam zwar nochmal auf 8 Punkte heran (66:58), doch für einen Sieg reichte das nicht mehr. Am Ende der 40 Minuten stand ein 69:59 Sieg der Hausherren auf der Anzeigetafel. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Gerther Coach schon längst die Halle verlassen, um seinen Spielern das Wasser im Entmüdungsbecken einzulassen…er selbst stand trotzdem noch zu einem kurzen Interview bereit:

Interview mit Coach B.

Coach B., Glückwunsch zum Sieg. Was hat das Gerther Spiel so schwerfällig und soooo anfällig gemacht?
- Das ist mir völlig wurscht! Wir sind jetzt unter den ersten Fünf in der Liga und das zählt!

Aber das kann ja nicht das Niveau sein, was sie sich vorher ausgerechnet haben. Dass man sich noch steigern muss, denke ich, dürfte auch Ihnen klar sein, oder?
- Was wollen Sie jetzt von mir? Was wollen Sie jetzt – also – so kurz nach dem Spiel? Das kann ich nicht verstehen!

Ich gratuliere erst mal und wollte dann fragen, warum es in der Defensive und beim Umschaltspiel nicht so gut gelaufen ist, wie man sich das vorgestellt hat? Nur so...
- Glauben Sie jetzt – äh – unter den Teams in der Landesliga 5 Herren ist irgendwie ne Karnevalstruppe oder was? Die haben das hier uns richtig schwer gemacht…über 40 Minuten...und wir haben gekämpft bis zum Ende! Und haben dann überzeugt! Besonders dann im zweiten Viertel. Das war ein Auf und Ab, wir waren mutig, haben natürlich viel zugelassen, aber trotzdem muss man lange Zeit die Führung halten, das haben wir halt geschafft und darüber hinaus haben wir – äh – wie gesagt – zum Ende hin dann auch verdient gewonnen und alles andere... ich lege mich jetzt erst mal drei Tage in die Eistonne und dann analysieren wir das Spiel und dann sehen wir weiter!

Absoluter Kraftakt, eine Energieleistung? Glauben Sie, dass jetzt irgendwann noch mal dieser Wow-Effekt kommt, so wie bei der Weihnachtsfeier 2017 zum Beispiel, dass es auch spielerisch besser läuft?
- Wat wollen Se? Wollen Se ‘ne erfolgreiche Saison oder sollen wa wieder absteigen – äh – und haben schön gespielt? Also... ich verstehe – äh – die ganze Fragerei nicht! Wir sind Fünfter, wir sind super happy, haben heute (fast) alles gegeben und bereiten uns jetzt auf die Astros vor.

Und dazu alles Gute.
- Danke.

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