Einen mühsamen 58:74-Auswärtserfolg landete die Rot-Weiße-Koalition aus Gerthe am Sonntagabend beim LTV Lippstadt. Doch nach einer klaren Mehrheit sah es über weite Strecken im Spiel nicht aus. Zu gering war die (Wahl-)Beteiligung des jungen Gerther Teams bis zur Halbzeit. Die ersten Hochrechnungen verhießen nichts Gutes. Mit 2 zu 11 lag man nach neun ausgezählten Zeigerumdrehungen zurück und es drohte ein historisches Debakel. Anscheinend hatte die Opposition aus Lippstadt ihre Hausaufgaben gemacht und schien fest davon überzeugt zu sein nach Ende des Spiels erstmals in dieser Legislaturperiode den Sieger zu stellen.


Enttäuscht wandten sich bereits viele Anhänger der rotweißen Fraktion ab. Waren es wieder nur leere Versprechungen und heiße Luft denen sie gefolgt waren? Wo blieb der angekündigte Aufschwung?

Schlechter Start verheißt nix Gutes

Doch diese Saison scheint in Gerthe einiges anders zu sein. Während man sich in früheren Amtsperioden mit der drohenden Niederlage abgefunden hätte, wurden nun die Ärmel hochgekrempelt und auf alte Gerther Tugenden gesetzt. Mit Kampf, Wille, Einsatz und Teamgeist sollte die Wende eingeleitet werden. Bis zur Viertelpause konnte der Rückstand innerhalb von eineinhalb Minuten auf einen Zähler reduziert werden (13:12 für den LTV Lippstadt). Im Lager des LTV machte sich langsam Nervosität breit. Es entwickelte sich nun ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, das sowohl im In- als auch im europäischen Ausland mit großem Interesse verfolgt wurde. Das „Politbarometer“ wartete im Minutentakt mit neuen Hochrechnungen auf. Absetzen konnte sich jedoch keine der beiden Mannschaften und so ging es mit einer knappen Ein-Punkt-Führung für Rotweiß (25:26) in die parlamentarische Halbzeitpause.

Umorientierung in der Halbzeitpause

Ein neues Wahlprogramm musste her. Wie konnte man die absolute Mehrheit erreichen und damit den Sieger stellen? In der Gerther-Runde wurden viele Detailfragen geklärt, ein neuer Bierwart gewählt, die Position des Fan-Beauftragten neu besetzt und das Gesetz zur Einreise in die Gerther Zone verschärft. Man wollte keine neue „Bananen-Republik“ sein und das Erlangen von Bonus-Punkten durch Oppositionsmitglieder strikt verbieten. Die vom Parteivorsitzenden gestellte Vertrauensfrage führte zu seinem Erstaunen zu einem positiven Ergebnis. Und so ging es neu aufgestellt in die zweite und entscheidende Runde dieses Sonntages.


Hier mussten sich die Anhänger des Gerther Basketballs lange Zeit gedulden. Bis zur 25. Minute wollte sich einfach kein klares Ergebnis einstellen (35:35). Erst als der Gerther Fraktionsvorsitzende mit der Veröffentlichung eines geheimen Chat-Verlaufs zwischen der Opposition und den westfälischen Milchbauern über illegale Preisabsprachen im örtlichen Weihnachtsbaum-Verkauf drohte, begann das Pendel in Richtung Rotweiß auszuschlagen. Zudem wurden durch einzelne Abgeordnete beider Lager wilde Diskussionen und Debatten über die nicht vorhandene Nutzung von natürlichen Pfeiff-Ressourcen geführt, welches die hitzigen Gemüter nicht „merkelich“ beruhigte. Mit einem deutlichen, aber nicht vorentscheidenden, 13-Punkte Vorsprung wurde zum letzten Mal die strategische Ausrichtung besprochen. Im letzten Quartal wollte Gerthe den Sack zu machen. Man hatte sich schon für das letzte Plädoyer Mut angetrunken und das weiße Hemd zurecht gezupft. Schließlich wollte man schick sein, wenn man sich ein letztes Mal an diesem Abend der Öffentlichkeit präsentiert. Jedoch wurde schon früh aus dem gegnerischen Parteizelt die weiße Fahne gewunken und der Sieg der rotweißen Fraktion anerkannt. Glücklich und zufrieden blickte der neue Fan-Beauftragte nach Schließung der Wahlurnen auf die Anzeigetafel. Sie zeigte einen 58 zu 74 Sieg seiner Farben an!


„Wir haben sehr schlecht ins Spiel gefunden und konnten uns glücklich schätzen, dass Lippstadt viele Chancen auf eine höhere Führung hat liegen lassen. Wichtig war, dass wir uns schnell wieder ran gekämpft und nicht die Geduld verloren haben. Trotz alledem müssen wir die erste Halbzeit aufarbeiten und unsere Lehren daraus ziehen.“, so der Pressesprecher der Gerther nach dem Sieg.

Nächstes Heimspiel gegen BB UNITY

Nun heißt es aus diesen Fehlern zu lernen und im nächsten Heimspiel (Schulzentrum Gerthe) von Beginn an das Tempo zu bestimmen. Nächster Gegner ist am Samstag, der 30.09.2017, um 18:30 Uhr die BB UNITY Dortmund. Hier gilt es die Rückrundenpleite aus der Vorsaison wieder gut zu machen! #biggerbettergerthe

Für den TVG kämpften:
Sudkamp, Lumbers, Samsonov, Knaup, Lamhiti, Reckinger, Peters, Engelmann, Block, Lange, Mannke.

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TV Gerthe 1911 e.V.
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