Nach der schwachen Leistung in Wuppertal wollten wir es gegen BG Hagen deutlich besser machen. BG Hagen kam mit einem großen Handicap zu unserem Spiel in den Rosenberg, denn Hagens Kader umfasste gerade mal 6 Spieler vom jüngeren Jahrgang, während wir mit 12 Jungs doppelt so viele Spieler zur Verfügung hatten, inklusive körperlichen Vorteilen. 

Die Vorgaben für das Spiel waren klar formuliert. Den Gegner müde spielen und immer wieder mutig zum Korb ziehen, am besten über unsere großen Feldspieler. Das gelang in der Anfangsphase auch ganz gut, da konnten wir viele Fouls ziehen, von den fälligen 8 Freiwürfen konnten wir aber nur 2 treffen. Defensiv ließen wir am Brett kaum was zu, aber die Gäste aus Hagen zeigten sich treffsicher von außerhalb und auch von der Freiwurflinie war Hagen effektiv. 15 zu 12 die knappe Führung nach 10 Minuten.

Es folgte ein extrem schwaches Viertel von uns, bei dem wir vorne vollkommen unnötige Fehler machten (3 Sekunden, Schrittfehler) und in der Abwehr es den schnellen Spielern aus Hagen viel zu leicht machten Körbe zu werfen. Vorne nutzten wir nicht unsere Vorteile aus, vergaben einige Großchancen und der Gegner übernahm die Führung und traf in diesem Viertel 21 Punkte, was viel zu viel war. Halbzeistand: 27 zu 33

Die Fehler abstellen und das Tempo hochhalten. Mit dieser Einstellung holten wir innerhalb von 2 Minuten den Rückstand wieder auf. Wir spielten wieder besser zusammen und nutzten die Chancen, die sich uns boten. Doch ausbauen konnten wir die Führung leider nicht besonders, weil Hagen immer wieder durch seine guten Werfer dran blieben. Wir gingen ins Schlussviertel mit einem Punkt Rückstand. Es folgte ein dramatisches Schlussviertel.

Dass wir immer wieder durch Fehler den Ball hergaben, blieb die Partie eng und spannend. Die Mannschaftsfoulgrenze war früh erreicht und Hagen ging oft an die Freiwurflinie. Obwohl die Hagener fast durchspielen mussten, blieben sie jederzeit gefährlich und stellten uns vor einige Probleme. Wir kamen nicht effektiv genug zum Korbabschuss, ließen jede menge Chancen liegen und die Uhr lief gnadenlos runter. In der letzten Spielminute vergaben wir leichte Möglichkeiten und Hagen baute die Führung durch die Freiwürfe auf 3 Punkte aus. Auszeit Gerthe, Einwurf in Höhe der 3er Linie und nur noch 8 Sekunden Restzeit. Philipp übernahm Verantwortung , fasste sich ein Herz und traf seinen 3er gegen den Mann zum umjubelten Ausgleich. Es ging wieder mal in eine Verlängerung für unser Team.

Die Nerven lagen bei allen blank, auch die Fouls spielten bei beiden Teams eine Rolle. Die Hagener gingen in Führung, wir setzten nach, bekamen aber wegen Meckern beim Schiedsrichter ein technisches Foul. Der Rückstand lag wieder bei 4 Punkten und wieder einmal wurde die Zeit knapp. Calvin und Philipp glichen die Rückstände durch die Hagener Treffer wieder aus. Calvin wurde Sekunden vor dem Ende gefoult und an die Freiwurflinie geschickt. Den ersten setzte er daneben, den zweiten konnte er zur erneuten Führung nutzen. Auszeit für Hagen, die letzten 24 Sekunden und Hagen hatte einen letzten Angriff, um nochmal das Spiel zu drehen. Hagen nahm Zeit von der Uhr, wir verteidigten aber sauber und konnten den knappen Vorsprung über die Zeit retten.

Endstand: 64 zu 63

Fazit: Wenn Hagen mit seinem vollen Kader angetreten wäre, wäre das Spiel wahrscheinlich vollkommen anders verlaufen. Man muss den Gästen aus Hagen großen Respekt zollen, denn mit 6 Leuten das Spiel über 45 Minuten offen zu halten und am Ende nur knapp zu unterliegen war eine ganz große Leistung. Für uns war der Sieg ein wenig schmeichelhaft, denn wir hatten über das gesamte Spiel extrem viele unnötige Fehler, vor allem die insgesamt 8 Pfiffe wegen der 3 Sekunden Regel, bei der wir in der Zone geparkt hatten. Wir konnten nicht immer unsere Vorteile ausspielen und der getroffene 3er von Philipp zum Ausgleich war auch ein bisschen glücklich. Natürlich freuen wir uns über diesen Sieg gegen ein Spitzenteam der Oberliga. Doch die beiden Derbys gegen Langendreer und die Astrostars werden uns wieder einiges abverlangen.

Mit dabei waren: Patrik (10 Punkte), Ian, Bugday (5 Punkte), Marc, Calvin (13 Punkte), Philipp (10 Punkte), Paul (4 Punkte), Andro (2 Punkte), Wanja, Marlon, Fabio (14 Punkte), und Philippe (6 Punkte).

Viertelergebnisse: 15 zu 12, 12 zu 21, 16 zu 11, 13 zu 12

Verlängerung: 8 zu 7

 

 

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