Wieder einmal ist ein Geschäftsjahr des TVG vergangen. Was hat sich zwischenzeitlich bei uns getan? Diese Frage ist berechtigt, da ja schließlich alle Vereinsmitglieder daran interessiert sind, zu erfahren, wie es so in den übrigen Abteilungen „läuft“.

Wie aber kann ich über den Erfolg oder Nicht-Erfolg der einzelnen Mannschaften berichten, wenn ich diesen Bericht mitten in der laufenden Saison verfassen muss. Zwar könnte ich an dieser Stelle den Ausgang der Spielsaison 1978/79 beschreiben, doch dürfte dieser hinreichend bekannt sein. Interessant ist wohl meiner Meinung nach nur die gerade abgelaufene und damit „aktuelle“ Spielzeit. Es ließt auch heute niemand mehr eine Tageszeitung von April 1979, oder?? Ich kritisiere demnach den Ausgabezeitpunkt des „Blickpunktes“, und ich glaube, dass mir die Abteilungsleiter der übrigen wettkampftreibenden Abteilungen da zustimmen, denn auch sie befinden sich ja in der gleichen Situation. Man sollte wirklich einmal einen günstigeren Ausgabezeitpunkt des „Blickpunktes“ diskutieren.

Trotzdem will ich nun versuchen, Euch die für die Spielsaison 1979/80 aktuellsten Neuigkeiten zu berichten:

Mit viel Elan und guter Hoffnung gingen wir im September 1979 in die zurzeit laufende Spielsaison. An sich taten wir das auch schon in den vielen Jahren davor, aber mit dem Unterschied, dass - wie niemals zuvor – so viele Abteilungsmitglieder gezählt wurden. Gegenüber den letzten beiden Jahren können wir eine fast 100ige Steigerung unser Abteilungs-Mitgliederzahl melden. Den Grund hierfür sehe ich in der immer größer werdenden Attraktivität des Basketballsports und nicht zuletzt auch in der hervorragenden Bemühungen der einzelnen Trainer und Übungsleiter Günther Dvorak (1. Herren), Wolfgang Thiele (2. Herren und männliche Jugend), Norbert Vogt (Minis), Udo Platthaus (1. Damen) und Ulrike Fricke (weibliche Jugend). Ich bin sicher, dass das Interesse am Basketball noch mehr steigen wird, wenn Günther Dvorak ab Februar 1980 ganz an der Heinrich-von-Kleist-Schule beschäftigt sein wird.

Nun zu den einzelnen Mannschaften:

1. Herren
Durch den verpassten Aufstieg der letzten Saison trat Constantin Ivan die neue Saison erst gar nicht mehr an. Dafür aber verstärkte Jörg Böhmer nach zwischenzeitlichem „Gastspiel“ beim BC Langendreer nun wieder die Mannschaft (Günther Dvorak, Norbert Vogt, Wolfgang Thiele, Jochen Jansen, Jens Schöneich, Norbert Mühlmann und Friedrich Kivelitz). Die Mannschaftsspiele verliefen anfangs günstig. Nach drei Spielen konnten wir 6:0 Punkte vorweisen. Dann wurden wir jedoch vom Pech verfolgt. Durch Günters langwierige Verletzung gingen drei Spiele verloren, wodurch der mögliche Aufstieg schon jetzt verpasst ist. Seit einigen Spielen nutzt Günther aber die Chance, die Spieler Michael Herzog, Dietmar Backhaus, Uwe Möwius und Norbert Jablonski aus der zweiten Herrenmannschaft einzubauen. Bis jetzt, so Günther, haben sich diese jungen Spieler gut eingefügt. Wenn der Traum vom Aufstieg für die erste Mannschaft auch vorbei ist, so hat sie doch im Pokal-Wettbewerb immerhin schon die dritte Runde erreicht. In der Landesliga liegt sie an vierter Stelle und hat unter Umständen noch die Möglichkeit, Zweiter zu werden.

2. und 3. Herren
Da die zweite Mannschaft zu Saisonbeginn erst neu zusammengestellt wurde (Udo Platthaus, Reiner Knof, Axel Adomat, Dirk Adomat, Klaus Schimpke, Wolfgang Hanholz und Carsten Wohlfahrt), kann sie bisher  die wohl zu hoch geschraubten Erwartungen auch noch nicht erfüllen. Immerhin belegt sie zurzeit in der ersten Kreisliga einen guten Mittelplatz.
Unsere 3. Mannschaft (Ulli Passmann, Hans-Gerd Labatzki, Manfred Scheliga, Fritz Kolkmann, Jörg Sebastian, Jörg Kasbrink, Claudius Scheinoch, Gerd Pydde, Jörg Eisermann, Lutz Ziob und Pit Reckinger) muss zurzeit erfahren, wie groß der Unterschied der Spielstärke zwischen der ersten und der zweiten Kreisliga ist. Im letzten Jahr „mussten“ wir mit 28:0 Punkten in die erste Kreisliga aufsteigen. Jetzt „kämpfen“ wir zwar, doch können wir die „rote Laterne“ einfach nicht loswerden. Eines steht jedenfalls fest: ein Abstieg kann uns nicht erschüttern, denn wir sind vor und nach einem Spiel mindestens die Lustigsten.

Männliche Jugend und Minis
Bis auf wenige Ausnahmen lassen unsere Jugendlichen, was den Trainingsfleiß und ihre Spielstärke betrifft, noch viel zu wünschen übrig. Man möchte zwar gerne die Spielstärke und Technik der erwachsenen Spieler beherrschen, der Weg dorthin scheint ihnen aber oftmals zu anstrengend zu sein. Das Training am „Flipper“ (Bewegung durch Zucken zweier Finger) ist für viele offensichtlich wichtiger. Wolfgang Thiele hat es dadurch sehr schwer eine schlagkräftige Jugendmannschaft aufzubauen. Seine Bemühungen haben es einfach nicht verdient, so missachtet zu werden.

Die Minis um Norbert Vogt machen es da besser. Ihr Trainingsfleiß scheint keine Grenzen zu kennen. Der Erfolg liegt auf der hand, denn einige Spiele konnten sie schon für sich entscheiden.

Damen- und Mädchenmannschaften
Udo Platthause haben wir besonders den Erhalt und weiteren Ausbau unserer Damen- und Mädchengruppe zu verdanken. Sein bericht lautet wie folgt:

Zum Zeitpunkt dieses Berichtes stehen wir mitten in der Spielzeit unserer ersten Bezirksligasaison. Diese höhere Spielklasse bedeutet eine wesentlich höhere Stufe des Spielniveaus; aber nicht das höhere Spielniveau bereitet uns Schwierigkeiten, sondern der Kampf gegen die Routine ehemaliger Bundes- sowie Regionalligaspielerinnen, mit denen einige Mannschaften gegen uns antreten. Doch mit einer erfreulichen „Jetzt-gerade-“Reaktion wird unsere Mannschaft von Spiel zu Spiel selbstbewusster und hat zurzeit mit einem ausgeglichenen Punkteverhältnis von 8:8 einen guten Mittelplatz erreicht.
In der ersten Mannschaft spielen:
Gisela Durdak, Ulrike Fricke, Silvia Hoffmann, Petra Führer, Susanne und Kerstin Gottschalk, Elke Gottkowski, Martine Fritz, Birgit Groß, Ute Platthaus und Franca Vaccaro.

Dass die erste Mannschaft eine einsame Elitegruppe bleiben wird, ist auch nicht mehr zu befürchten. Es sind genügend trainingsfleißige Spielerinnen für eine zweite Mannschaft da, die seit einem halben Jahr besteht.
Zu ihr gehören:
Heike Brell, Martina Wende, Bettina Bäumer, Birgit Michels, Anke Sporkel, Heidi Herzog, Petra Lehmann, Antje Bartkowiak, Sabine Nierhoff und Gaby Kluth.

Zur weiteren Erfolgsbilanz des Jahres gehört noch die Gründung einer Mädchenmannschaft (bis 12 Jahre), die in der nächsten Saison in der D-Jugendliga startet und bestimmt zu Erfolgen kommen wird.
Es Spielen:
Chanthal Fletcher, Britta Gottschalk, Claudia Schmidt, Jutta Licht, Monika Pieper, Martina Salewski, Bettina Klumpe, Marlene Starck, Gaby Schubsda, Anke Krakau, Susanne Wächter und Michaela Klein.

Zum Schluss möchte ich mich noch einmal bei allen Basketballern für ihre Mitarbeit bedanken und hoffe, dass unser Spielbetrieb im Jahre 1980 mit eurer Hilfe ähnlich gut über die Bühne läuft wie im Vorjahr.

Dank auch an den Hauptverein, der letztendlich einen Basketball-Spielbetrieb möglich macht.

Damit verbleibe ich bis zum nächsten Jahr

Salem hu

Euer Pit Reckinger

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