Wie in den vergangenen Jahren, so gilt es auch nun wieder, die vergangene und noch laufende Saison Revue passieren zu lassen. Es ist allerdings nicht damit getan, mal eben einen kurzen Film abzuspulen, der aufzeigt, was die relativ lange Basketballtradition im TV sowieso aufzuzeigen hatte.

 
Erinnern wir uns an den Sommer 1977, als Günther Dvorak, selber als Basketballer im TV groß geworden, die erste Mannschaft als Spielertrainer übernahm. Damals verließ er den Zweitbundesligisten SW Essen und brachte gleichzeitig seinen Vereinskollegen und Freund Norbert Vogt mit nach Gerthe. Beiden schwebte vor, im Bochumer Norden – als Abteilung des TV Gerthe – ein Basketball-Leistungszentrum aufzubauen. Anfangs schien vielen der Begriff „Leistungszentrum“ ein Dorn im Auge zu sein, weil man uns nicht richtig verstand. Gemeint war damit nicht nur, eine schlagkräftige Mannschaft aufzubauen, sondern gleichzeitig für den Nachwuchs zu sorgen, was dann Norbert Vogt übernommen hat. Andererseits wollte Günther mit dem Begriff „Leistungszentrum“ etwas anderes erreichen, nämlich gute Bochumer Basketballer, die es immer schon gegeben hat, selber in Bochum festzuhalten und sie nicht in die höherklassiger spielenden Nachbarstädte wie Hagen, Essen und Gelsenkirchen abziehen zu lassen. Was A sagt, muss auch B sagen, das ist eine alte Weisheit. Günther hat schon im letzten Jahr gezeigt, dass er es ernst meint und hat sich beim TV für seine Unterstützung zusammen mit der ersten Mannschaft mit dem Aufstieg in die Landesliga bedankt. Wenn Günther sich jedoch zu Anfang der Saison 1978/79 noch mit einem guten Mittelplatz in der Landesliga zufrieden gegeben hatte, so sind seine Prognosen in der noch laufenden Saison um ein Vielfaches übertroffen worden. Dank seines guten Trainings, seiner eigenen Spielerstärke und nicht zuletzt der guten Zusammenarbeit der gesamten ersten Mannschaft, ist es ihm gelungen, nun auch in der Landesliga zurzeit die Stärkste Mannschaft zu stellen. Die Herbstmeisterschaft ist errungen, und im ersten Spiel der Rückrunde wurde bereits Schalke 04 als Tabellenzweiter recht deutlich geschlagen, so dass wir zwar nicht hoch überlegen, aber doch deutlich mit +4 Punkten die Landesligatabelle anführen. Man soll zwar nicht den Tag vor dem Abend loben, doch dürften wir mit dem einem berühmten Bein schon in der Oberliga stehen, zumal Günther es fertigbrachte, seinen ehemaligen VfL-Bochum-Kollegen, den Rumänen Constantin Ivan, der zuletzt beim Bundesligisten SSV Hagen spielte, für unsere Interessen zu gewinnen. So mancher mag nun sagen, dass wir uns dieser enorme Erfolg nur mit einigen Söldnern ermöglicht wurde. Weit gefehlt! Jede Leistungssport treibende Mannschaft weiß, dass man nur durch Verstärkung höher kommt, und nur der Erfolg lockt weitere stärkere Spieler. Damit funktioniert Günthers Konzept des  „Leistungszentrums“ – bisher jedenfalls – recht gut. Möglich jedoch wurde Günthers Vorhaben nur durch die unglaublich zähe und ausdauernde Mitarbeit seiner Mitstreiter Wolfgang Thiele, Jens, Jochen Jansen, Friedrich-Wilhelm Kivelitz, Norbert Mühlmann, Udo Platthaus, und Michael Herzog, die fast ausnahmslos langjährige Mitglieder sind. Während Klaus Schimpke aus beruflichen Gründen leider nicht mehr in der ersten Mannschaft spielen kann, uns aber noch in der dritten Mannschaft zur Verfügung steht, ist Michael Herzog bereits spielerisch der erste Erfolg der Nachwuchsarbeit Norbert Vogts. Norbert übernahm vor zwei Jahren unsere Jugendmannschaft, die bereits in der Saison 1977/78 als dritte Seniorenmannschaft den Aufstieg in die erste Kreisliga schaffte und zurzeit als umbenannte zweite Mannschaft den vierten Platz der ersten Kreisliga belegt. Wie Michael Herzog, so werden sicherlich demnächst noch weitere Spieler dieser Mannschaft, dank Norberts fleißiger Aufbauarbeit, für die erste Mannschaft in Frage kommen.

„Hobbytruppe“, „Thekenmannschaft“, „Knickeltruppe“ und andere sind „Kosenamen“, die unsere jetzige dritte Mannschaft nicht aus der Ruhe bringen können. Wenn man bedenkt, dass unser Junior Jörg Eisermann (19 Jahre) und Senior Hans-Gerd Labatzki (47 Jahre) den rahmen einer fröhlichen Einheit, bestehend aus Ulli Passmann, Fritz Kolkmann, Manfred Scheliga, Jörg Sebastian, Wolfgang Hanholz, Lutz Ziob, Klaus Schimpke und Pit Reckinger bilden, deren Durchschnittsalter wohl um die 30 Jahre herum liegt, so sind wir doch stolz, die Tabelle der zweiten Kreisliga mit 14:0 Punkten anzuführen (Zweiter ist TC Südpark mit 8:6 Punkten!!). Auch uns winkt in diesem Jahr wohl oder übel der Aufstieg. Der Erfolg der ersten Mannschaft hat uns eben alle angesteckt.

So auch unsere neue Damenmannschaft, die von Udo Platthaus mit wachsendem Erfolg trainiert wird. Udo, selbst vor zwei Jahren noch Spieler bei Wanne-Eickel, konnte die komplette DCS Wanne Damenmannschaft zum TVG locken, wo sie sich offensichtlich recht wohl fühlt. Petra Führer, Monika Lüer und Franca Vaccaro haben sich in den letzten Jahren als treueste TVG-Mädchen erwiesen, was sich im spontanen und guten Kontakt mit den Wanner Mädchen ausdrückt. In vielen Freundschaftsspielen hat es Udo verstanden, diese Damenmannschaft zusammenzuschweißen, so dass der Erfolg in der nächsten Zeit sicher nicht auf sich warten lässt.

Die Weichen sind beim Basketball also offensichtlich auf Erfolg gestellt. Soll das so bleiben, so muss der Kontakt zur Schule, besser gesagt zu den Schulen, noch stärker intensiviert werden. Loben muss ich da Herrn Pajic von der H.v.K., der uns im letzten Sommer 15 B-Jugendliche (14-16 Jahre) übergab, die, wie es früher selbstverständlich war, sowohl als Schul- als auch als Vereinsmannschaft Basketballspiel schon in der 5. und 6. Klasse einzuführen, so dass mögliche Talente bereits sehr früh erkannt und dementsprechend gefördert werden können. Hart kritisieren möchte ich die Sportlehrer der anderen Schulen. Mir scheint, dass Basketball bisher immer wieder als „Oberschulsport“ eingestuft worden ist, der eben nur von Gymnasiasten und Studenten betrieben wird. Basketball ist eine Sportart wie jede andere auch und soll und muss auch Haupt- und Realschülern zugänglich sein!!! Jeder hat zu unseren Trainingsstunden Zugang und kann Baskteballer werden, wenn es ihm gefällt!!! Offensichtlich aber fehlt die richtige Information der einzelnen Lehrer, die wir schon oft genug angesprochen haben.

Zum Abschluss vielen Dank dem Verein für seine Unterstützung und allen Basketballern für die vielen Erfolge. Besonderen Dank auch Kivi und Ulli, die unseren Spielbetrieb so hervorragend gewährleisten. In der Hoffnung, unserem TV im nächsten Jahr einen noch besseren Bericht abliefern zu können, verbleibe ich mit

Salem hu

Euer Pit Reckinger

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